Vorgeschichte:
Schon einige Autos hatte ich mit fest eingebauten
Navigationsgeräten gefahren und lernte deren den Vorteil
so zu schätzen, dass ich danach ein mobiles Navigationsgerät
kaufte.
Noch wichtiger finde ich es auf dem Zweirad, zumal man auf dem
Roller ja nicht mal einen Tankrucksack mit
Kartentasche nutzen konnte.
Aber schnell war klar, dass das Navi aus dem Auto auf dem Roller
nicht zu gebrauchen ist:
Es ist nicht nur zu schwer und mit seiner eingebauten Festplatte
auch zu empfindlich, vor allem fehlt ihm aber
der Ohrhörerausgang und gerade die Sprachausgabe finde ich
unabdingbar bei einem Navi. Zumal auf einem
Zweirad, bei dem die Sichtverhältnisse auf das Display deutlich
schlechter sind und man sich ja mehr noch
als beim Auto auf den Strassenverkehr konzentrieren muss.
Also kaufte ich ein weiteres Navi und zwar einen PDA (Yakumo,
EazyGo).
Ich denke, dass er mit der Speicherkarte virbrationsfester ist als
ein gerät mit Festplatte und der kleinere Speicherplatz sollte
verschmerzbar sein.
Vor allem aber hat er einen Ohrhörerausgang, wenn er auch nicht
sehr laut ist.
Bei niederen Geschwindigkeiten kommt man notfalls auch mal mit dme
eingebauten Lautsprecher aus, aber viel
besser isnd natürlich Ohrhörer.
Wobei ich mit den zuerst ausprobierten Walkman-Hörern überhaupt
nicht zufrieden war: Schlechter Sitz und zu geringe
Lautstärke.
Deshalb kaufte ich ein In-Ear-System von Sennheiser. Es wird ziemlich tief im Gehörgang getragen und ist so laut, dass ich die Lautstärke am Navi einige Stufen zurücknehmen konnteund insgesamt bin ich sehr zufrieden damit. Allerdings wären mit Helmautsprecher noch lieber und so werde ich das auch noch ausprobieren.
V1a:
Beim Roller war die Befestigung des Navis sehr schwierig und so
baute ich einige Halter dafür.
Um die Ablesbarkeit des Displays zu verbessern baute ich einige
Abdeckungen, die aber letztlich alle
nicht zufriedenstellen funktionierten, so dass ich darauf
verzichtete.
Im Vergleich zu dieser Vorgeschichte war der Bau der Halterung für
die Deauville sehr einfach zu bauen:
Sie hat ja einen Rohrlenker und dafür gibt es Spiegelhalterungen.
Aus den Roller-Versionen hatte ich noch eine
Universal-Navihalterung mit Schwanenhals und Saugnapf.
Wenn man mal unter dals Flexrohr des Schwanenhalses schaut findet
man einen dicken Draht aus Aluminium.
In meinem Fall war der durch die vielen Umbauten am Fuss des
Saugnapfes abgebrochen.
Ich brauchte nun etwas, das diesen Draht mit dem Lenker verbindet.
![]() Navi: PDA von Yakumo. |
![]() Spiegelhalterschelle als Navihalterung. |
![]() (das braune Ende ist kein Rost, sondern die Kupferhülse zum Durchmesserausgleich). |
Dieses Bauteil fand ich bei Louis, es handelt sich eigentlich um
eine U-förmigen Spiegelhalterschelle.
In die Bohrung für den Spiegelarm steckte ich den dicken
Alu-Draht.
Und weil er doch einiges dünner ist als ein Spiegelarm nahm ich
ein Kupferrohr (daher die braune Farbe im Bild),
schlitzte es der Länge nach, quetschte es auf den Alu-Draht und
klemmte dann das Ganze mit der Schraube der Spiegelhalterschelle
am Lenker fest.
Und schon ist die Halterung fertig!
![]() So siehts ohne Navi aus. |
![]() |
Und die Erfahrungen in der Praxis?
Funktioniert alles prima.
Ich kann das Navi leicht einstellen, die Halterung hält gut, den
eingebauten Akku kann man zwar vergessen,
aber mit der Spannungsversorgung über die Steckdose (im rechten
Handschuhfach) klappt das gut und auch
der Ohrhörer funktioniert gut.
Was ich besonders gut finde: Die "Tasten" auf dem Display sind so
gross, dass man das Geräte fast immer mit Handschuhen
bedienen kann und den Stift nur ganz selten benötigt.
Wasserdicht ist das Navi natürlich nicht, diese Aufgabe muss dann
eben eine durchsichtige Gefriertüte übernehmen...
Was die Ablesbarkeit des Displays natürlich nicht gerade
verbessert. Es gibt zwar wasserdichte Taschen für Navis,
aber die sind doch recht teuer.
Inzwischen ist mir der Alustab während einer längeren Tour einmal
im Frühjahr und ein weiteres Mal
im Herbst jeweils an der Einspannung abgebrochen.
Offensichtlich ist die Einspannung zu schafrkantig und das
Aluminium ziemlich rissempfindlich.
Jedenfalls wurde der Alustab dadurch jedesmal kürzer und ich dachte über grundsätzliche Verbesserungen nach.
V1b:
Schliesslich kaufte ich einen Halter mit einer Klemmschelle für
ein Lenkerrohr.
Die Klemmschelle ist zwar deutlich zu gross für den Durchmesser des Lenkerrohrs, aber zusammen mit der Klemmbrücke passt es.
![]() Zerlegt sieht er so aus |
![]() Die Schrauben wurden ersetzt |
Die Senkkopfschraube M6 wurde ersetzt durch eine
Linsenkopfschraube M6x80 (was sich eben so fand in der
Werkstatt, deshalb leider auch nicht rostfrei).
Die Mutter M6 in der Halteplatte wurde durch eine rostfreie,
selbstsichernde Mutter ersetzt. Dazu kommen
noch zwei normale M6-Muttern, mit denen die Schraube gekontert
wird.
Die beiden Zylinderkopfschrauben M5 wurden durch rostfreie
Zylinderkopfschrauben M5x40 ersetzt. Sie wurden
auf 35 mm Länge gekürzt, hätten aber auch noch deutlich kürzer
sein dürfen.
Die beiden Muttern wurden durch rostfreie selbstsichernde ersetzt.
![]() So sieht der Zusammenbau aus |
![]() Und so eingebaut |
Die Klemmschelle wird am Lenkerrohr und der Klemmbrücke
angeschraubt.
Die Linsenkopfschraube M6x80 sorgt dafür, dass das Navi nicht so
extrem tief sitzt, besser abgelesen
werden kann und der Zugang zum Schalter der Heizgriffe leicht
möglich ist.
![]() Eingebaut |
![]() Aus Fahrersicht (die seitherige Halerung ist noch nicht abgebaut) |
Die Erprobung steht noch aus.
Klar ist, dass das Navi (wei seither) sehr tief positioniert ist.
Das erschwert das Ablesen, schützt aber das Gerät.
Ich plane bereits eine andere Halterung, die das Navi besser im Blickfeld positioniert
Warnung: Ich bemühe mich zwar, sorgfältig zu arbeiten, aber ich muss Sie darauf hinweisen, dass Sie alles auf Ihr eigenes Risiko nachbauen! |